Dosieranlagen, Dosiertechnik und der Statikmischer
Wer in der Industrie tätig ist, dem sind auch Begriffe wie der Statikmischer nicht fremd. Denn nahezu täglich werden Geräte wie dieser in der industriellen Fertigung benötigt. Das Besondere beim Statikmischer ist vor allen Dingen darin zu finden, dass es mit diesem möglich wird, verschiedene Stoffe mit einer unterschiedlichen Konsistenz in immer wieder die gleiche, homogene Masse zu verwandeln.
Doch dafür reicht natürlich der Statikmischer alleine nicht aus. Vielmehr muss er immer die gleichen Mengen der unterschiedlichen Stoffe zugeführt bekommen. Diese mit Hand abzumessen, ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings sehr zeitaufwändig. Ebenfalls ist dabei zu beachten, dass bei der Abmessung von Hand mitunter kleinere Abweichungen auftreten können. Deshalb wird hierbei in aller Regel auf die Dosiertechnik gesetzt. Gemeint sind spezielle Dosieranlagen, bei denen man lediglich eine Aussage zu den gewünschten Mengen treffen muss und schon kann man diese in immer der gleichen Menge in den Statikmischer geben.
Besonders wichtig sind die richtigen Mischverhältnisse bei Produkten wie Kleber. Denn dieser sorgt doch für festen Halt der unterschiedlichsten Materialien zueinander, ohne dass dabei irgendetwas wieder gelöst wird. Weiterhin muss der Kleber mit den richtigen Mengen der einzelnen Bestandteile gemischt werden. Abweichungen innerhalb verschiedener Produktionschargen dürfen hier einfach nicht vorkommen. Möglich wird dies lediglich durch die Dosiertechnik, die für die richtigen Mischverhältnisse in stets gleich bleibender Qualität sorgt, genauso wie durch die Statikmischer, die immer wieder eine absolut homogene Masse aus den einzelnen Bestandteilen zusammen mischen. Des Weiteren werden die Statikmischer beispielsweise in sehr herkömmlichen Bereichen eingesetzt. Die industrielle Fertigung von Nahrungsmitteln ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Doch auch hier wird eine gleich bleibende Qualität und der stets gleiche Geschmack nur durch die richtigen Mischverhältnisse und Konsistenzen erzielt. Eine Backmischung wird nur dann den erhofften Kuchen ergeben, wenn für deren Produktion Statikmischer und Dosieranlagen zum Einsatz kamen.
Auch aus dem ganz normalen Leben sind also viele der industriellen Geräte nicht mehr wegzudenken. Eine wichtige Anlage ist in der Vakuumtechnik zu finden. Die Vakuumanlagen sind besonders wichtig, um einzelnen Produkten die Luft vollständig zu entziehen. Insbesondere im Lebensmittelbereich ist das Vakuum von Bedeutung, um die Nahrungsmittel länger haltbar zu machen. Ein Einsatzgebiet der Vakuumtechnik kennt sicher jeder aus dem eigenen Haushalt. Ein Päckchen Kaffee weist in ungeöffnetem Zustand eine unwahrscheinlich große Festigkeit auf. Erreicht wird diese dadurch, dass aus der Packung sämtliche Luft entzogen wurde. Somit ist der Kaffee aber auch deutlich länger haltbar, er kann nicht schimmeln oder anderweitig schlecht werden. Die Vakuumanlagen sind also in vielen Bereichen von Bedeutung, die uns nahezu täglich begegnen. Vielleicht hat der eine oder andere gar eine eigene kleine Vakuumanlage zu Hause. Denn denkt man einmal an die Gefrierbeutel, in denen Nahrungsmittel bequem eingefroren werden können, so gibt es mittlerweile kleine technische Helfer, die die Luft aus diesen Beuteln vollständig entziehen. Auch hier entsteht ein Vakuum und die Vakuumtechnik hat wieder einmal mehr ihre ständige Anwesenheit im täglichen Leben bewiesen.
Ein wichtiger Wirtschaftszweig in unserem Land ist aber auch die Kunststofftechnik. Hierbei müssen erst einmal Formen hergestellt werden, um die späteren Kunststoffteile, wie Papierkörbe, Haushaltsschüsseln, Komposter und vieles mehr herzustellen. Für diesen Bereich gibt es den Spritzguss oder den Lohnverguss, mit dem dann einzelne Teile noch stark veredelt werden können. Allerdings ist gerade in der Kunststofftechnik auch der Statikmischer von Bedeutung, um den Kreis wieder zu schließen. Denn in diesem werden das Kunststoffgranulat und diverse Farbstoffe miteinander vermengt, so dass die bekannte und sehr vielfältige Farbigkeit der unterschiedlichsten Kunststoffteile gewährleistet wird. Dabei ist es natürlich wichtig, dass die Farben und das Kunststoffgranulat besonders sorgfältig miteinander vermischt werden, um Farbunterschiede bei der Fertigung an verschiedenen Tagen zu vermeiden. Auch kommt die Dosiertechnik hierbei wieder zum Einsatz. Diese sorgt dafür, dass nur eine bestimmte Menge an Kunststoff für das zu fertigende Teil verwendet wird. Dadurch werden unschöne Nasen an den Teilen vermieden, ebenso wie andere Problemzonen.
Zwar kommt es trotz aller Vorsicht immer wieder einmal zu solchen Ausschüssen, die dann nicht ganz so perfekt aussehen. Doch liegt dies nicht daran, dass die Dosieranlagen versagt haben. Vielmehr sind solche Ausschüsse bei der Einrichtung der Maschinen bzw. der Umrüstung zur Fertigung anderer Teile völlig normal. Finden kann man solche Ausschussware oft zum besonders günstigen Preis in einem dem Unternehmen angeschlossenen Werksverkauf oder bei diversen Händlern, die bekannt sind, besonders preiswerte Ware mit kleineren Fehlern zu verkaufen. Wichtig dabei: Die Fehler liegen lediglich in der Ästhetik, nicht in der Funktionsweise.
An diesen einfachen Beispielen erkennt man aber bereits, dass industrielle Zweige, wie die Kunststofftechnik, die Nahrungsmittelherstellung oder die Herstellung anderer Verbrauchsmaterialien in jedem Fall auf die verschiedensten hochtechnisierten Geräte angewiesen sind. Selbst wenn man als Otto-Normal-Verbraucher noch nie etwas von den Fachbegriffen gehört hat, so kommen Statikmischer, Dosieranlagen und Co. doch in unser aller Leben vor. Einfachstes Beispiel ist sicherlich das eigene Auto. Damit es auch wirklich gut aussieht, wird es in den verschiedensten Farben lackiert. Damit keine Blasen oder Lacknasen auftreten, kommt wiederum die Dosiertechnik zum Einsatz. Nur die hochmodernen Dosieranlagen sind dazu in der Lage, den Lack so fein aufzutragen, dass er rund um das Fahrzeug eine einzige, gleich bleibende Schichtdicke erhält und zudem noch ohne jegliche Schönheitsfehler aufgetragen wird. Deshalb können Fachleute auch schnell erkennen, ob es sich bei dem Fahrzeug um einen Unfallwagen handelt. Denn die Schichtdicke des Lacks kann anhand moderner Messmittel nachgemessen werden. Ist diese nicht rundherum gleich, dann wird von einem Menschen nachlackiert worden sein, denn Dosieranlagen arbeiten besonders genau und weisen keine unterschiedlichen Schichtdicken auf.
Egal, ob als Privatperson oder Mitarbeiter in der Industrie, Statikmischer, Dosieranlagen, Vakuumanlagen und der Lohnverguss begegnen uns genauso im täglichen Leben, wie das eigene Auto, der Kaffee im Schrank oder die Backmischung für einen leckeren Kuchen. Für all diese Dinge kommen Vakuumtechnik, Dosiertechnik und Co. zum Einsatz, so dass ein Leben ohne diese technischen Errungenschaften praktisch nicht möglich wäre. Insofern ist es besonders wichtig, dass man sich einfach ein wenig mit dem Thema befasst und die Welt der Technik und der industriellen Fertigung näher kennen lernt. Denn nur auf diese Art und Weise kann man die verschiedenen technischen Geräte, die hier zum Einsatz kommen, besser verstehen und gewährt ihnen ihr Daseinsrecht.
